Rum - karibische Spirituose

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Geschichte der beliebten Spirituose

Rum hat eine eindrucksvolle Historie und ist schon seit sehr langer Zeit bekannt. Das Herzstück für die Herstellung des alkoholischen Getränks bildet Zuckerrohr, das aufgrund des geeigneten Klimas in der Karibik reichlich angebaut wurde. 

Entdeckung des Zuckerrohrs

Es kam in Form von Zuckerrohrschösslingen durch Christoph Kolumbus zunächst nach Hispaniola und verbreitete sich zunehmend im karibischen Raum. Nicht zuletzt die mit der Zeit immer größer werdende Nachfrage aus Europa nach süßen Speisen sorgte für einen enormen Zuwachs an Zuckerrohr-Plantagen in der gesamten Karibik. Es dauerte nicht lange, bis die Nutzbarkeit der Pflanze auch zur Herstellung von Alkohol entdeckt wurde. 

Die europäischen Großmächte hatten jedoch ein rigides Einfuhrverbot zum Schutz des eigenen Absatzmarktes für Alkohol etabliert, sodass die Plantagenbetreiber ihre Produkte nicht wie erhofft verkaufen konnten. Piraten nutzten die Gunst der Stunde und raubten große Bestände, bis die britische Marine ihr Interesse am Rum bekundete. 

Die Royal Navy setzt auf tägliche Rum-Rationen

Ursprünglich hatten die Seeleute der Royal Navy Anspruch auf ungefähr fast vier Liter Bier pro Tag. Da die Haltbarkeit des Bieres aber auf längeren Fahrten (und in wärmeren Klimazonen) an ihre Grenzen kam, wurde auf hoher See zunehmend Wein und Brandy getrunken. 1655 eroberten die Briten Jamaika und entdeckten ihre Liebe zum Rum: er war preiswert, ließ sich in Holzfässern bestens lagern und war zudem leicht zu beschaffen. Seit 1731 stand Rum auf der offiziellen Liste zur Bordverpflegung - die tägliche Ration lag zunächst bei ca. 250 ml Rum. Da das doch eine beachtliche Menge für eine hochprozentige Spirituose ist - besonders wenn man sie auf einmal trinkt, wurde ab 1740 der Rum mit Wasser gestreckt. 1756 wurde die tägliche Rum-Wasser-Mischung dann offiziell in den britischen “Naval Code” aufgenommen. Und dann das Drama! ;-)  Am 31. Juli 1970, dem sogenannte Black Tot Day (Tot = die tägliche Ration Rum), wird diese unter vielen Seeleuten lieb gewonnen Tradition jäh beendet. Ab sofort gibt es keine täglichen Rum-Rationen mehr. Der letzte Tag der Ausgabe wird auf den britischen Kriegsschiffen zum Teil mit feierlichen Abschiedszeremonien begleitet - die Seeleute tragen schwarze Armbänder als Trauerflor und es werden Trauerlieder gespielt. Die Überlieferung besagt, dass Rum bis heute zum beliebtesten Getränk der Royal Navy gehört. Sehr ausführliche Berichte zur Geschichte des Rums findet man natürlich auf Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Rum).

Die Herstellung - Vom Zuckerrohr zum Rum

Bei der industriellen Herstellung von Rum kommt ein bei der Zuckergewinnung anfallendes Nebenprodukt zur Anwendung, die Melasse. Sie stellt eine günstigere Alternative zu gehäckseltem Zuckerrohr dar. Einer dieser beiden Ausgangsstoffe wird mit Wasser und Zuckerrohrsaft vermischt (Maische) und zum Zweck der Gärung fermentiert.  Durch die Gärung entsteht eine Art zuckerhaltiger Wein, der in diesem Stadium einen Alkoholgehalt zwischen vier und fünf Prozent aufweist. Er wird anschließend destilliert und gewinnt so einen reinen Alkoholanteil von etwa 65-75 Prozent. In Verbindung mit destilliertem Wasser entsteht der weiße Run, der vielfach in speziellen Fässern gelagert wird, damit er dort eine sortentypische Geschmackskomponente entwickelt. Die Art der Fässer und die Dauer der Reifung entscheiden wesentlich über den Geschmack des Rums. Edelstahlfässer verbessern Qualität und Aroma, Eichenfässer hingegen sorgen für entsprechende Geschmacksstoffe im Getränk und eine bräunliche Farbe.  Um die Lagerzeit zu verkürzen und trotzdem braunen Rum zu erhalten, wird diesem Zuckercouleur oder Karamellsirup zugegeben - lapidar gesagt: es wird gefuscht! Grundsätzlich ließe sich Rum an jedem Ort der Welt herstellen. Etwa 80 Prozent der weltweiten Rumproduktion liegt jedoch ausschließlich in karibischer Hand.

Unterschied zwischen weißem und braunem Rum

Zunächst gilt es zwischen echtem und gefärbtem Rum zu unterscheiden. Wie schon gesagt ist es durchaus möglich, einfachen weißen Rum durch die Zugabe von Zuckercouleur braun zu färben und auf diese Weise eine besondere Qualitätsstufe oder spezifische Reifung zu suggerieren. Ebenso leicht ist es möglich, mit Filtertechniken einem Rum die Farbe zu entziehen.  Die Farbgebung allein sagt somit noch nicht viel über das Produkt aus.

Was ist ein guter Rum?

Der echte Unterschied hat mit dem Reifegrad zu tun. Ein brauner Rum hat längere Zeit gereift und ist meist entsprechend hochwertiger als weißer Rum. Die Mindestlagerzeit liegt bei drei Jahren, sehr qualitätvolle Produkte können auch mehrere Jahrzehnte in Holzfässern verweilen. Brauner Rum ist reich an Geschmacksnoten, die zwischen mild-süß und exotisch-würzig variieren. Die Intensität der Aromen wird durch den sogenannten Esteranteil (Reaktion aus Säure und Alkohol) bestimmt.

Unterschied zwischen Flavored und Spiced Rum

Zunächst haben beide Arten eine Gemeinsamkeit: dem Rum wird etwas zugesetzt, damit er ein spezielles Aroma gewinnt. Flavored (engl.: flavor, flavour = Geschmack, Aroma) Rum ist ein Produkt, das einer Aromatisierung unterzogen wurde. Dies wird in der Regel mit Früchten vorgenommen, beispielsweise Kokosnuss, Ananas oder Mango. Auch Zitrusfrüchte und Beeren werden verwendet. Der Zusatz von Aromen erfolgt entweder vor oder nach der Reifung. Weißer Rum wird vielfach unmittelbar nach der Destillation aromatisiert. Bei einer Zugabe der Geschmacksstoffe nach der Abfüllung in Holzfässer wird hauptsächlich, wenn auch nicht ausschließlich, brauner Rum genutzt. Spiced (engl.: spice = Gewürz) Rum wird gerne in der kalten Jahreszeit getrunken und mit Gewürzen wie Zimt, Vanille, Ingwer oder Nelken versetzt. Auch Zucker ist bei vielen Sorten enthalten. Der gewürzte Rum zeigt eine wärmende Wirkung und variiert zwischen milden und kräftigen Versionen.  Im Gegensatz zum Spiced Rum ist Flavored Rum aufgrund seines vorwiegend erfrischenden Charakters ein bevorzugtes Sommergetränk.

Cuba Libre - der wohl bekannteste Cocktail auf Rum-Basis

Die freie Übersetzung dieser berühmten Getränkebezeichnung lautet „freies Kuba“ und geht zurück auf das Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges (1898).  Die amerikanischen Soldaten feierten Kubas Befreiung von der Kolonialherrschaft durch Spanien mit einer selbst kreierten Mischung aus Rum, dem Saft von Limetten und Coca-Cola. Der beliebte Longdrink erlebte innerhalb Europas nach der Beendigung des Zweiten Weltkriegs (1945) eine erneute Welle der Popularität. Ursache ist die berühmte amerikanischen Girlgroup „Andrew Sisters“, deren Song „Rum & Coca-Cola“ seinerzeit im Radio rauf und runter gespielt wurde. (Wen es interessiert: https://www.youtube.com/watch?v=WiayZdPESno) Der Cuba Libre wird heute in zahlreichen unterschiedlichen Rezepturen angeboten. Dabei variieren vor allem die Rumsorten, die Cola-Marke und die Beigabe von Limettensaft. Eine Orientierung bietet hier die als offiziell deklarierte Rezeptur der renommierten International Bartenders Association (IBA). Sie benennt eine Mischung aus 5 cl Rum (weiß), 12 cl Cola (bevorzugt Coca-Cola) und 1 cl Limettensaft (frisch).

Der Rum-Likör und seine Herstellung

Rum-Likör ist eine süße Besonderheit unter den Rumsorten. Er wird während des Reifeprozesses mit Aromen versetzt, die sowohl für einen besonders süßen Geschmack als auch eine fruchtig-milde Note sorgen. Vielfach verwendet werden hierbei der reine Zuckerrohrsaft, der Saft von Trauben oder auch Honig. Je länger die Reifung im Fass, desto vollmundiger und edler der Geschmack.  Der Rum-Likör wird wie ein klassischer Likör getrunken und gerne auch zum Verfeinern von Kuchen oder Desserts eingesetzt.

Rum-Likör selber herstellen:

Sehr beliebt ist auch die eigene Herstellung von Rum-Likör. Hierzu können beispielsweise Rohrzucker, Früchte, Wasser, Vanille und Limette kurz gemeinsam aufgekocht und mit weißem Rum in ein luftdichtes Glasgefäß gefüllt werden. Eine Reifung von drei bis vier Monaten wird empfohlen. Details und variierbare Zutaten finden sich zahlreich auf den gängigen Rezeptseiten im Netz. Bei den vielen unterschiedlichen Rumsorten zählen Havanna Club und Bacardi wohl zu den geläufigsten Marken in Deutschland. Was nicht heißt, dass das auch die besten Rumsorten sind ;-) Deswegen gibt es in unserem Shop eine große Auswahl an Marken für quaslitativ hochwertigen Rum. Schaut vorbei! 

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